Drei Monate Stille. Drei Monate Finsternis.
Es ist jetzt über drei Monate her, seit ich zuletzt hier geschrieben habe –
und das aus gutem Grund. Wer in einen neuen Roman abtaucht, taucht wirklich ab.
Kein Licht. Kein oben. Kein unten. Nur das Klopfen.
„Mach nicht auf" ist anders als alles, was ich bisher geschrieben habe.
Keine Götter, keine Magie im klassischen Sinne, kein Sci-Fi-Universum.
Nur ein Haus. Nur eine Frau namens Rhea. Und etwas, das klopft.
„Wir sehen dich, Rhea … aa."
— aus dem Manuskript
Was mich an diesem Stoff so in seinen Bann gezogen hat, ist die Stille davor.
Das Grauen liegt nicht im Schreien – es liegt in dem Moment,
bevor man weiß, dass man Angst haben sollte.
Ein Klopfen. Einmal. Zweimal. Und dann: nichts mehr.
Nur das Wissen, dass da draußen etwas wartet.
Die letzten Zeilen. Der Abschluss.
In den letzten Wochen habe ich die finalen Kapitel geschrieben –
und gestrichen – und neu geschrieben. Horror ist gnadenlos,
wenn man ehrlich sein will. Ein falscher Ton, ein Satz zu viel,
und die Spannung bricht wie Glas.
Rheas Geschichte ist nun vollständig erzählt.
Das Ende ist nicht das, was ich ursprünglich geplant hatte –
es ist dunkler. Echter. Und ich glaube, genau deswegen ist es richtig.
Manche Bücher schreiben sich selbst. Dieses hat mich mitgeschrieben.
Die Illustrationen – Rheas Zeichnungen
Ein großer Teil der Atmosphäre in „Mach nicht auf" entsteht durch
Zeichnungen, die Rhea während der Geschichte anfertigt –
Bilder, die sie selbst nicht vollständig versteht.
Ein schwarzes Haus. Eine Sonne ohne Licht. Ein Wolf. Kinder ohne Augen.
Diese Illustrationen habe ich nun auch als Artworks umgesetzt –
bewusst in diesem rauen, graphit-ähnlichen Stil. Als ob jemand
im Halbschlaf gezeichnet hätte. Als ob die Hand geführt wurde.
Das Bild der Kinderstation – der Korridor mit Rheas Zeichnungen an der Wand,
die Schrift „Lass uns spielen" – ist ein Schlüsselmoment des Buchs.
Es war das erste Bild, das ich im Kopf hatte, bevor ich auch nur
eine einzige Zeile geschrieben hatte.
Manchmal entsteht ein Buch rückwärts: erst das Bild,
dann die Stille davor, dann die Geschichte, die dahin führt.
— Jana Nikodemus
Was kommt als Nächstes?
Das Manuskript ist in den letzten Zügen der Überarbeitung.
Cover und Illustrationen stehen. Die nächsten Wochen bringen
Korrektorat und Satz – und dann, endlich, die Ankündigung
des offiziellen Erscheinungstermins.
Ich werde hier und auf meinen Social-Media-Kanälen berichten.
Wenn ihr nichts verpassen wollt: folgt mir auf Instagram und Facebook
– dort erscheinen auch hinterkulissige Einblicke, weitere Artwork-Details
und vielleicht der ein oder andere … Klopfton. 🖤
Horror
Mach nicht auf
Cover Reveal
Illustration
Behind the Scenes
Dark Fiction
Rhea
Neuerscheinung 2026